Das räumliche Umfeld hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die persönliche Gesundheit und Leistungsfähigkeit deines Kindes. Das beginnt bei Mobiliar und Beleuchtung, gilt jedoch auch für unsichtbare Energieströme im Raum. Diese Philosophie steht im Zentrum der chinesischen Feng-Shui-Lehre. Während ungünstig gestaltete Räume das Wohlbefinden negativ beeinflussen können, gibt es nach Feng-Shui auch diverse Möglichkeiten, mit denen Energie positiv gelenkt werden kann.

Besonders im Kinderzimmer kann die Beachtung der Feng-Shui-Prinzipien maßgeblich zu einer ausgeglichenen und guten Entwicklung deines Kindes beitragen. Dieser Artikel zeigt dir, wie du das Kinderzimmer in mehreren Phasen so gestaltest, dass dein Kind dort Ruhe und Entspannung findet, gleichzeitig aber auch produktiv lernen und sich entfalten kann.

Phase 1: Planung des Kinderzimmers

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Lern- und Schlafbereich solltest du strikt trennen!

Bereits bei der Planung des Kinderzimmers sollten einige grundlegende Überlegungen angestellt werden. Der Raum, in dem dein Kind aufwächst, in dem es sich entfalten und seinen persönlichen Rückzugsort erleben kann, sollte auf dem Grundriss in jener Himmelsrichtung liegen, die sein Geburtselement unterstützt.

Konkret bedeutet das, dass das Kinderzimmer beispielsweise beim Geburtselement Feuer südlich liegen sollte. Welches Element deinem Kind zuzuordnen ist, lässt sich anhand des Geburtsdatums berechnen.

Essenziell wichtig ist außerdem die Größe des Zimmers. Obwohl das Kinderzimmer nicht selten der kleinste Raum des Hauses oder der Wohnung ist, sollte zumindest genug Platz sein, um drei Hauptzonen einteilen zu können. Spiel-, Lern- und Schlafbereich sollten jeweils ganz klar als solcher wahrgenommen werden. Lernutensilien auf dem Bett oder Spielzeug auf dem Schreibtisch sollten also nach Möglichkeit vermieden werden.

Im Vordergrund sollte bei der Planung des Kinderzimmers natürlich stehen, dass sich dein Kind in diesem Raum so wohl wie nur möglich fühlt. Besonders Kinder brauchen einen festen Rückzugsort, an dem sie für sich sein und gleichzeitig Geborgenheit finden können. Wird ein Zimmer gewählt, das genügend Optionen für entsprechende Umgestaltungen und Raumaufteilung bietet, steht der freien Entfaltung nach Feng-Shui nichts im Weg.

Phase 2: Raumaufteilung nach Feng-Shui

Die Anordnung der Möbelstücke kann den Energiefluss gemäß der Feng-Shui-Lehre maßgeblich beeinflussen. Geht man nach der oben genannten Raumaufteilung, sind besonders die Position von Bett und Schreibtisch zu beachten. Die freibleibende Fläche in der Raummitte bietet sich in der Regel als Spielbereich an.

Yin: Der Schlafbereich

Kinder sind im Vergleich zu Erwachsenen hochsensibel und nehmen auch im Schlaf viele Dinge wahr. Dabei empfinden sie unterbewusst „Bedrohungen“, die in schlechten Schlaf und daraus folgend in Energiemangel resultieren kann. Dem wirkst du entgegen, indem du das Bett so positionierst, dass es ein größtmögliches Maß an Geborgenheit vermittelt.

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Achte auf die richtige Positionierung des Bettes!

Das Kopfende sollte an der Wand stehen, denn so entsteht eine Art natürliche Rückendeckung. Tür und Fenster sind idealerweise vom Bett aus einsehbar, damit dein Kind unterbewusst sicher sein kann, potenzielle Gefahrenquellen rechtzeitig zu entdecken. Auch während des Schlafs entsteht so das Gefühl, die Lage unter Kontrolle zu haben.

Yang: Der Arbeitsbereich

Auch beim Schreibtisch empfiehlt es sich, ihn so zu positionieren, dass das Kind die Tür im Blick behalten kann. Liegt hinter dem Arbeitsplatz ein solider, undurchdringlicher Hintergrund wie eine Wand oder auch ein Regal, gibt das dem Kind ein Schutzgefühl.

Vorsicht ist bei Kombinationslösungen aus Hochbett und darunterliegendem Arbeitsplatz geboten. Auf diese Weise wird zwar Platz gespart, jedoch sind die beiden wesentlichen Bereiche nicht klar voneinander getrennt. Das Kind kann dadurch womöglich nicht optimal entspannen und vermischt unterbewusst Arbeits- und Erholungsbereich.

Phase 3: Einrichtung und Ausstattung

Die wesentlichen Parameter bei der Auswahl von Mobiliar, Dekoration und sonstiger Ausstattung des Kinderschlafzimmers sind Form, Farbe und Ordnung. Harmonieren diese drei Faktoren miteinander, herrschen ideale Gegebenheiten für die individuelle Entfaltung des Kindes.

Einrichtung nach Feng-Shui

Bezüglich des Mobiliars lautet die wohl wichtigste Maxime, scharfe Kanten zu vermeiden. In der Feng-Shui-Lehre gelten sie als „Giftpfeile“, die positive Energieströme im Raum beeinträchtigen. Empfehlenswerter sind demnach abgerundete Möbelstücke, die auch das Verletzungsrisiko bei Kleinkindern und Babys minimieren. Idealerweise sollten Schrank, Schreibtisch und Co. in hellen Farben gehalten sein. Von wuchtigen, großen Stücken ist abzuraten, denn sie können vor allem auf kleinere Kinder bedrohlich wirken.

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Warme, helle Farben sorgen für ein angenehmes Klima!

Wo sich harte Kanten absolut nicht vermeiden lassen, sollten sie durch Pflanzen mit runden Blättern oder ähnliche Dekorationen kaschiert werden. Insgesamt gilt zu beachten: Scharfe Ecken von Möbelstücken sollten keinesfalls auf Bett oder Schreibtisch zulaufen. Auch das wird vom Kind unterbewusst als Gefahr erkannt und kann Schlaf oder Konzentration stören. Generell empfiehlt es sich bei Kleinkindern im Haushalt, die Wohnung möglichst kindersicher zu gestalten.

Dekoration und Zubehör

Neben runden Formen sind auch helle, freundliche Farben ein Faktor, der wesentlich zum Geborgenheitsgefühl des Kindes beiträgt. So sorgt etwa Bettwäsche in pastelligen Farben wie hellblau oder -grün unterbewusst für Beruhigung; anders als bei grellen Farben wie knalligem Rot wird das Gehirn nicht übermäßig stark aktiviert und kann sich so während der Ruhephase besser erholen.

Auch die richtigen Dekorationselemente tragen maßgeblich zu harmonischer Feng-Shui-Energie bei. Wieder sollte auf rundliche Formen gesetzt werden, sei es bei Zierpflanzen oder aber kleinen Statuen wie zum Beispiel freundlichen Buddha-Figuren. Beruhigend und bestärkend wirken auf dein Kind auch gerahmte Fotos von glücklichen Familienmomenten, auf die es beispielsweise blicken kann, wenn es im Bett liegt.

In der Yang-Zone, also dem Arbeitsbereich, können gerahmte Auszeichnungen und ähnliche sichtbare Zeichen von Wertschätzung aufgehängt werden. So wird dein Kind unterbewusst in seinem Selbstwertgefühl bestärkt, wann immer es sich an den Schreibtisch setzt.

Phase 4: Dauerhafte Feng-Shui-Energie

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Baby- und Kinderbetten sollten ohne Metalle versehen sein!

Ist das Schlafzimmer deines Kindes nach den bereits genannten Prinzipien gestaltet, solltest du darauf achten, dass auch dauerhaft eine gute Atmosphäre im Raum herrscht. Zu diesem Zweck ist es unerlässlich, Ordnung zu halten. Das bedeutet, dass die „Arbeitsfläche“ stets sauber und übersichtlich sein sollte.

Spielzeug darf im dafür vorgesehenen Bereich frei herumliegen, sollte aber aussortiert werden, sobald es nicht mehr verwendet wird. Schränke, Schubladen und andere Möbelstücke, in denen Dinge verstaut werden, bleiben am besten geschlossen. Andernfalls kann ein Gefühl von Hektik entstehen und Stress erzeugen.

Zwar lässt es sich in der heutigen Zeit kaum vermeiden, jedoch sollten auch jegliche Elektronik nach Möglichkeit aus dem Kinderzimmer ferngehalten werden. Fernseher oder Smartphones gehören nicht in den Rückzugsraum eines Kindes. Zweifellos ist Elektrosmog eine Problematik, die erst im 21. Jahrhundert aufgekommen ist und dementsprechend in der jahrtausendalten Feng-Shui-Philosophie keine Erwähnung findet. Dennoch sollten übermäßig starken elektronischen Strömen kein fester Platz im Kinderzimmer eingeräumt werden.

Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang auf metallfreie Möbel zu setzen, denn Metalle verstärken elektronische Strahlung zusätzlich und können so das Schlafverhalten beeinträchtigen. Besonders empfehlenswert ist beispielsweise ein Zirbenholzbett, da sich die im Zirbenholz enthaltenen ätherischen Öle positiv auf den menschlichen Organismus auswirken und zu einem gesunden Schlaf beitragen.

Für das Kinderzimmer eignet sich also ein Zirbenholzbett ideal, zumindest wenn es sich nicht nur als Babybett, sondern auch als Kinderbett nutzen lässt, wie beispielsweise dieses tolle Zirben-Bettchen von LaModula samt passendem Zubehör:

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Aber auch andere Möbelstücke wie Hochstühle, Treppenhochstühle, Babybetten, Laufgitter oder ähnliche sollten im Idealfall ohne Metalle auskommen. Zumindest, wenn du sie direkt im Kinderzimmer platzierst.

Statt elektronischer Belastung solltest du darauf achten, dem Raum stets genug Frischluft und möglichst viel natürliche Beleuchtung zuzuführen. So entstehen Gegebenheiten, in denen dein Kind ausreichend Sauerstoff erhält und konzentrierter arbeiten kann, während die Helligkeit im Raum Sicherheit vermittelt. In dunklen Monaten schaffen warme Lichtquellen wie beleuchtete Salzsteine eine beruhigende Atmosphäre.

Fazit

In deutlich höherem Ausmaß als Erwachsene reagieren Kinder stets auf ihre Umwelt. Umso wichtiger ist es, ihnen bereits in jungen Jahren einen Raum bereitzustellen, den sie konstant als sicheren Hafen wahrnehmen. So wird der Grundstein für die optimale Entfaltung und eine ausgeglichene Persönlichkeit des Kindes gelegt.

Werden die oben ausgeführten Feng-Shui-Prinzipien beachtet, kann dein Kind in seinem Schlafzimmer konzentriert lernen, unbeschwert spielen und ungestört schlafen. Es fühlt sich wohl und geborgen und hat mehr Energie. Der hohen Sensibilität auf Umwelteinflüsse kann also entgegengewirkt werden, indem Möbel günstig positioniert werden, Elektrosmog minimiert und eine gemütliche Atmosphäre geschaffen wird.

Abschließend gilt anzumerken, dass sich ein Kinderzimmer immer gemeinsam mit seinem kleinen Bewohner verändern sollte. Je nach Alter hat ein Kind unterschiedliche Bedürfnisse, und bei vorausschauender Planung können diese der Feng-Shui-Lehre entsprechend umgesetzt werden.

Veröffentlicht von Gerald Bacher